Historisches Spiel 2026
„Zwischen Augenblick und Ewigkeit“
Bertram der Schleifer hält sich für gebildet. Deshalb schleicht er sich um Mitternacht aus seinem Haus. Leise und vorsichtig begibt er sich auf den Platz mitten in Argeste. Dort breitet er ein Ziegenfell aus. Niemand soll ihn sehen. Aus seiner Tasche kramte er eine Rohrfeder und ein Fläschchen mit Blut. Gerade, als er auf das Fell einen Kreis aus Blut malen will, fühlt er einen festen Griff an der Schulter: „Mitkommen“, Geisterbeschwörer
Viele in Argeste sind unsicher, ob es Schmiede sind, Lederer, Apotheker, Bader, Bronzegießer, Lehmbauer, Kalkbrenner, Messingmacher, Büttel, Münzer oder Färber, sogar der scheinbar allmächtige Ritter Sobbo und die Mönche des Klosters aus Werden.
Dabei führten alle bis vor kurzem ein ruhiges Leben, jeder hatte seinen Platz, fleißig arbeiten die meisten für ihre Herrn, die Herren kümmerten sich um ihre Hörige, doch die Idylle ist trügerisch. Händler und Kaufleute aus Dortmund oder Iserlohn kommen zum Ort an der Furt über die Ruhr. Sie bringen Waren mit, lagern sie dort und wollen sie auch frei verkaufen. Das ist aber verboten, weil alles an den Ritter abgegeben werden muss. Die Handwerker aus Argeste ärgern sich: „Wir stellen so wunderbare Bronzen her und müssen alles an den Ritter abliefern, und der macht damit Gewinn.“ „Schließt euch zusammen“, raten die Fremden, „gebt es nicht mehr an den Ritter, verkauft an uns. Wir geben Euch sogar Geld“.
Das Dorf ist unzufrieden. Das Recht ist mit dem Ritter, Gott ist mit dem Ritter, predigt der Priester in St. Gurdula dagegen. Gewitterstimmung in Argeste.
Und wenn es gewittert, schlägt der Blitz ein.
Wer: Kinder und Jugendliche ab 7 Jahren
Kosten: 145,00 € incl. Mittagessen und Kostümausleihe.
Eine Anmeldung ist erforderlich.
